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Coming-Out-Gruppe

Die offene Coming-Out-Gruppe der Schwung trifft sich immer am ersten Freitag im Monat in den Räumen des Entropia e.V. im Gewerbehof, Steinstraße 23, zwischen 20.00 und 21.00 Uhr. Einfach dem Schild im Gewerbehof folgen.

Ich habe mein Coming-Out schon lange hinter mir, dann ist die Coming-Out-Gruppe doch nichts für mich, oder?

Wir haben eine offene Coming-Out-Gruppe ohne feste Besetzung und festgelegte Themen für jedes Treffen. Bei uns kannst Du jederzeit kommen oder wegbleiben wie Du möchtest. Du musst auch nicht Mitglied bei uns im Verein sein, um zur Coming-Out Gruppe kommen zu dürfen. Auch anmelden musst Du Dich vorher nicht. Unser Konzept ist, eine gute Mischung aus Leuten zu haben – solche die das Coming-Out (längst) hinter sich haben und solche die noch ganz am Anfang stehen oder mitendrin stecken und moralische Unterstützung brauchen. Und da man ja in seinem Leben immer wieder neue Menschen kennen lernt, ist auch für „alte Hasen“ der Prozess des Coming-Out nie zu Ende.

Sende der Coming-out-Gruppe eine Nachricht.

Emailadresse: (Aktiviere Javascript, um die Email-Adresse zu sehen)

Neueste Berichte aus dieser Gruppe:

Abweichends Programm am Freitag, 7. Oktober 2011!

Am Freitag, den 7. Oktober bietet die Schwung das folgende, von der Regel abweichende Programm:

20 Uhr Diskutieren – mit Leuten im Coming-Out in der Gruppe
21 Uhr Quatschen – mit Freunden und Bekannten, nennt sich Coming In

Robin, die schwule Bibliothek und Infothek entfällt ausnahmsweise. Eine Rückgabe ist dennoch möglich, nur keine Ansicht oder Ausleihe.

Alles im Gewerbehof in der Steinstr. 23 in Karlsruhe. Im Hof steht ein Aufsteller, der der Orientierung auf den letzten Metern auf die Sprünge hilft.

Die Haltestellen Marktplatz, Kronenplatz, Ettlinger Tor und Mendelsohnplatz befinden sich in strategischer Nähe. Weniger strategisch wertvoll wäre die Anreise mit dem PKW, es mangelt an Parkplätzen und Baustellenfreiheit.

Schwung-Programm als Kalenderdatei

Liebe Mitglieder und Freunde,

damit ihr immer auf dem Laufenden seit und alle unsere Termine im Auge habt, gibt es die Schwung Termine jetzt als Kalenderdateien.

Die Dateien können in jeden gängigen Kalender einfach importiert werden.

Auf Android Telefone lassen sich die Kalender am einfachsten über die Googlemailoberfläche importieren.

Das Iphone (iOS 4.2.1) öffnet die Dateien nur, wenn die in einer Mails als Anhang vorliegen. Ein Download von einer Webseite war beim Test nicht möglich. Können die Dateien geöffnet werden so wird eine Übersicht aller Termine angezeigt. Es lassen sich dann wahlweise einzelne oder alle Termine gleichzeitig importieren.

Da wir dies zum ersten Mal probieren, wären Rückmeldungen (positiv wie negativ) an (Aktiviere Javascript, um die Email-Adresse zu sehen) super.

Vielen Dank schon mal im voraus

Euer Vorstand

Programm der Schwung
Coming-Out-Gruppe
RoBIn
ComingIn

Coming-Out-Gruppe am Freitag, 1. April

Diesen Freitag, den 1. April, ist geballt was los:

18 Uhr: Rosa Rauschen auf der 104,8 MHz überall in Karlsruhe
19 Uhr: RoBIn, die Rosa Bibliothek und Infothek der Schwung
20 Uhr: Coming-Out-Gruppe der Schwung
21 Uhr: Coming-In, das lockere Beisammensein der Schwung

20 Uhr: Ebenfalls um 20 Uhr gibt es die Eröffnungsgala von Schrill im April, dem lesbisch-schwulen Kulturfestival in Karlsruhe im Jubez.

Die Veranstaltungen der Schwung, der schwulen Bewegung Karlsruhe e.V., finden alle im Gewerbehof statt, in der Steinstr. 23 in Karlsruhe. Ein Aufsteller im Hof weist den Weg zu den unsrigen Räumen. Mit den Bahnen leicht zu erreichen, z.B. Kronenplatz oder Marktplatz. Diese Haltestellen taugen auch für das Jubez. Parkplätze gibt es nur einige wenige handverlesene.

In den zwei Wochen darauf und natürlich auch darüberhinaus gibt es übrigens jeweils noch mehr Programmpunkte, stöbere einfach noch ein bisschen auf unserer Webseite :-)

Zu Rosa Rauschen und zu Schril-im-April gibts auch noch eigene Webseiten:
Rosa Rauschen und Schrill im April

Viel Spaß, gute Unterhaltung!

CSD Stuttgart 2010

Gruppenfoto Abschlusskundgebung

Am 31. Juli gegen Mittag trafen sich ca. 30 Leute im Karlsruher Bahnhof, um zum CSD nach Stuttgart zu fahren. Mit dabei waren die Schwung (der schwule Dachverein in Karlsruhe), die Schwulen Jungs und die Queerbeet (unsere Hochschulgruppe für alle Nicht-Heteros und ihre Sympathisanten).

Wieso eigentlich?

Wer’s noch nicht weiß: Die CSDs gibt es seit 1969. Damals, am 28. Juni, kam es in der Christopher Street in New York zum Aufstand gegen die Polizei, die in den Szenevierteln immer wieder einschüchternde Razzien durchgeführt hatte. Diese Auseinandersetzung markiert den Beginn der modernen Schwulenbewegung, und deswegen wird seitdem jedes Jahr im Sommer mit Paraden und Kundgebungen daran erinnert. Mittlerweile gibt es den CSD auch in vielen deutschen Städten, z.B. Berlin, Stuttgart, Köln, München, Hamburg. Ziel der CSDs ist bis heute, auf Missstände im Umgang mit Homosexuellen aufmerksam zu machen und in der Öffentlichkeit Präsenz zu zeigen; doch dazu später mehr.

Es geht los

Aber genug Geschichte, nun zu unserer Parade:
Nachdem wir uns mit Mühe in unseren Startplatz gequetscht und mit Bannern oder Schildern bewaffnet hatten, ging es bald los. Die Strecke durch die Stuttgarter Innenstadt war gesäumt von zehntausenden Zuschauern, das Wetter war hervorragend und die Stimmung super. Besser hätte es nicht sein können. Es war ein tolles Gefühl, in so einer großen Parade mitzulaufen – frei und locker, und ausnahmsweise auch in der Mehrheit. Zumindest an diesem Tag musste sich niemand dafür verstecken, wie er/sie liebt. Die Reaktionen vom Straßenrand waren erstaunt bis anfeuernd, und – soweit wir sehen konnten – alle friedlich.

„Bunt“ ist noch untertrieben

Schon als wir an unserem Aufstellungsort ankamen, fiel uns auf, wie viele verschiedene Gruppen anwesend waren. Man redet gerne über „die Schwulen“ und übersieht dabei leicht, dass das im Grunde genau so aussagekräftig ist wie „die Autofahrer“. Mit dabei waren im Ganzen ungefähr 60 Gruppen, unter anderem diverse Parteien, Motorradfahrer, Lehrer, Sportvereine, Gothics. Und natürlich auch die Travestie-Darsteller, die auf keiner solchen Veranstaltung fehlen.

„Brauch ich nicht…“

An dieser Stelle setzt meist auch die Kritik am CSD an: Die Parade sei nichts Politisches mehr, sondern nur noch ein langer Zug von schrillbunten Leuten, die sich selbst inszenieren und Party feiern. Und dabei nicht versäumen, möglichst viel nackte Haut herzuzeigen. Bei dem ganzen Chaos fehle die Glaubwürdigkeit und die politische Botschaft. Auch viele Schwule und Lesben sehen das so und weigern sich deshalb, bei diesen Veranstaltungen dabei zu sein. Allerdings darf man nicht vergessen, dass der CSD meistens eine größere Veranstaltung ist, die mehrere Tage dauert – die Parade ist nur der sichtbarste Teil. Und das eigentlich Politische ist eben im Umfeld der Parade zu finden, bei der Eröffnungsfeier oder bei der Kundgebung.

Doch. Brauchst du doch!

Denn genau diese Leute, die Schrillen und Drag-Queens, und alle anderen, die diese Paraden bunt und sensationell machen, diese Leute sorgen dafür, dass wir überhaupt in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Homo- oder transsexuelles Leben findet heute immer noch weitgehend im Verborgenen statt – in Szenekneipen, in Seitenstraßen, in Vereinen. Wenn wir nicht auf uns aufmerksam machen, werden wir in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Und wenn wir nicht wahrgenommen werden, wird sich unsere Situation in der Gesellschaft nicht verbessern. Die Rechte einer Minderheit haben sich in der Geschichte noch nie durch bloßes Aussitzen gebessert. Die Tatsache, dass wir heute in Deutschland gesetzlich akzeptiert sind, dass wir in der Stadt Händchen halten dürfen, ohne ins Gefängnis zu kommen, dass wir zusammen wohnen dürfen – all das sind die Errungenschaften von 40 Jahren Schwulen- und Lesbenbewegung, von 40 Jahren Sichtbar-Sein. Minderheitenrechte sind – gesellschaftlich betrachtet – ein Luxus: das gibt man uns nicht einfach so, das müssen wir einfordern (so wie es z.B. die Frauenbewegung seit 150 Jahren tut, und selbst da ist man noch nicht am Ziel). Wenn man uns nicht sieht, wird man uns auch nicht glauben, dass man für uns etwas tun sollte. Dann bleibt alles wie es ist.

Und es gibt noch Einiges zu tun

Damit sind wir bei der Kundgebung, und die war tatsächlich sehr politisch. Dieses Jahr stand der CSD in Stuttgart unter dem Motto „Schön wär’s“. Schön wär’s, wenn wir tatsächlich am Ziel wären – aber selbst in einem relativ fortschrittlichen Land wie unserem sind wir das noch nicht, von vielen anderen Ländern mal ganz zu schweigen. Als Jugendlicher merkt man davon nicht viel – das kommt meistens erst später. Dann geht es nämlich um die Toleranz am Arbeitsplatz, um die juristische Gleichstellung mit der Ehe (die Homo-Ehe ist teurer zu bekommen und die Steuervorteile sind auch geringer) und um das Adoptionsrecht, denn der Kinderwunsch ist nicht Eigentum der Heteros. Besonders in Baden-Württemberg gibt es da noch eine Menge Nachholbedarf.

Fazit

Allein das Gefühl beim Mitlaufen in der Parade war toll! Und gleichzeitig haben wir auch noch etwas für unsere Rechte getan (nicht direkt, aber mittelbar). Wir haben gezeigt, dass wir nicht allein sind. Und dass wir nicht akzeptieren, dass Gesellschaft und Politik wegsehen und uns ignorieren. Also unsere klare Empfehlung an dich: Lass dich darauf doch mal ein! Lauf einmal mit, oder schau dir eine Parade an! Erlebe das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, die sich für deine Rechte einsetzt!